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Vorstoss

Motion «Gleichbehandlung der Schulmodelle an der Ausserrhoder Volksschule»

Die SVP AR hat eine Motion eingereicht, mit dem Ziel, integrative und separative Schulmodelle an der Ausserrhoder Volksschule gesetzlich gleich zu behandeln. Ausgangspunkt ist die heutige Regelung im Volksschulgesetz, wonach integrative Lösungen in der Regelschule separativen Massnahmen grundsätzlich vorzuziehen sind. Genau hier setzt die Motion an: Nicht als Absage an die Integration, sondern als Korrektur einer zu starren gesetzlichen Vorgabe.

Für die SVP AR ist klar, dass integrative Lösungen viele Chancen bieten. Sie können sich positiv auf die soziale Integration und die soziale Kompetenz von Kindern und Jugendlichen auswirken. Ebenso ist unbestritten, dass an vielen Ausserrhoder Schulen das integrative Modell engagiert und mit Erfolg umgesetzt wird. Gleichzeitig zeigt sich aber auch, dass Integration nicht in jedem Fall und nicht unter allen Umständen die beste Lösung ist. Dort, wo Klassen durch einen hohen Anteil von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Bildungsbedürfnissen stark belastet sind, geraten Unterricht, Lernfortschritt und auch die Lehrpersonen zunehmend unter Druck. Genau diese Realität darf die Politik nicht ausblenden.

Die Volksschule muss allen Kindern faire Chancen bieten. Das bedeutet: so viel Integration wie möglich, aber eben auch so viel Separation wie nötig. Schulträger sollen den nötigen Spielraum haben, um im konkreten Einzelfall die Lösung zu wählen, die dem betroffenen Kind, der Klasse und den Lehrpersonen insgesamt am besten dient. Die Motion verlangt deshalb, dass integrative und separative Massnahmen gleichermassen geprüft werden und beide Modelle angewendet werden können, wenn es die Situation erfordert.

Konkret fordert die SVP AR den Regierungsrat auf, eine Änderung des Volksschulgesetzes auszuarbeiten. Der heutige Grundsatz, wonach integrative Lösungen separativen Massnahmen vorzuziehen sind, soll durch eine ausgewogenere Formulierung ersetzt werden. Neu sollen integrative und separative Massnahmen gleichermassen geprüft werden können, um den Bedürfnissen aller Lernenden gerecht zu werden.

Mit dieser Motion setzt sich die SVP AR für eine praxisnahe und verantwortungsvolle Schulpolitik ein. Nicht Ideologie soll den Ausschlag geben, sondern die Frage, welche Lösung im konkreten Fall wirklich sinnvoll ist. Denn gute Bildungspolitik erkennt die Realität im Schulzimmer – und nicht nur das Wunschbild auf dem Papier.

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